Trainigsphilosophie

Foto Pferdetraining hat für mich das Ziel, die Verbindung zwischen Mensch und Pferd zu vertiefen und ihre Verständigung zu verfeinern. Im Training ist mir wichtig, dass das Pferd Sicherheit und Verlässlichkeit erfährt und sich in der Gesellschaft des Menschen gut aufgehoben fühlt. Immerhin will ich es möglich machen, dass mir das Pferd gelassen und vertrauensvoll das Treffen von Entscheidungen überlassen und auch die an ihn gestellten Aufgaben erfüllen möchte.

Pferdetraining braucht Technik. Ich bin jedoch davon überzeugt, dass Pferdetraining soviel mehr als Technik ist.
Pferde nehmen uns in unserer Gesamtheit wahr. Wir können weder unsere Anspannungen und schon gar keinen stockenden Atem vor ihnen verheimlichen. Pferde merken genau, ob wir eine klare Absicht für das gemeinsame Tun haben und ob wir ihnen gereizt, ungeduldig oder wohlwollend gegenüber treten. Wollen wir sie für uns gewinnen, müssen wir ihnen mehr von uns anbieten als unsere technischen Fertigkeiten

Foto Mark Rashid spricht in diesem Zusammenhang von Softness. Er sagt:
soft comes from the inside of the horse and the really good stuff is, when the horse gives you everything from the inside out.“
Wie so vieles im Zusammenspiel von Mensch und Pferd ist auch Softness keine Einbahnstra├če.

Ich setze mich seit Jahren mit Softness auseinander und arbeite an mir und mit meinem Pferd daran. Ein kontinuierliches Verfeinern der Kommunikation zwischen Mensch und Pferd und somit auch der Hilfen-Gebung (als Teil der Kommunikation) ist für mich untrennbar mit diesem Prozess verbunden.

Foto Mir ist wichtig, was wir dem Pferd im Training beibringen. Noch mehr Bedeutung hat für mich jedoch, wie wir das tun. Je besser sich das Pferd in der Interaktion mit uns fühlt, umso mehr wird es auch die ihm gestellten Aufgaben erfüllen wollen. Und um so mehr Softness wird im Zusammensein mit dem Pferd ermöglicht.